In Osteuropa ist die Ansteckungsgefahr an der Euro-Schuldenkrise nach wie vor hoch. Besonders Ungarn bleibt ein Sorgenkind. Hier wird weiterhin befürchtet, dass das Land in den Sog der Euro-Schuldenkrise gerät und damit verbundene Risiken für die Regierungspolitik entstehen.
Daher stufte D&B im August das Länderrisiko Ungarns um ein Quartil auf DB4a herab. Seit Mai gibt es starke Währungsschwankungen, die durch mehrere Faktoren hervorgerufen wurden. Zum einen sieht das Wirtschaftswachstum auch zukünftig schwach aus. Zum anderen belasteten hohe öffentliche und ausländische Schulden die öffentlichen Haushalte.
Außerdem wird bezweifelt, ob die Regierung zusätzliche Gelder aus dem IWF erhält, sobald die derzeitigen „Stand By“-Abmachungen Ende Oktober auslaufen. Durch die Währungsschwankungen erhöhte sich das Risiko an Zahlungsverzögerungen und –ausfällen ungarischer Firmen. Diese leiden unter der hohen Schuldenbelastung ausländisch notierter Währungen.
Geschrieben von: Katharina Bach
02. September 2010
Tags: Länderrating, Schuldenkrise, Ungarn
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D&B hat im August die Risikoeinstufung Spaniens um ein Quartil auf DB3c (geringes Risiko) heruntergesetzt. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick hat sich nicht so schnell verbessert wie erwartet. Hinzu beeinträchtigen politische Unsicherheiten den Markt. Obwohl die spanische Wirtschaft im ersten Quartal 2010 gewachsen ist, sind die Aussichten weiterhin düster. Deshalb sind das operative Umfeld für in- und ausländische Unternehmen sowie der Handel mit lokalen Unternehmen weiterhin schwach.
Die mangelnde Liquidität vieler Firmen ist eines der Hauptrisiken angesichts der allgemeinen Geschäftslage. Die Europäische Zentralbank kündigte kürzlich an, die finanzielle Unterstützung von Banken in der Eurozone zu stoppen. Das führt zu weiteren Einschnitten bei verfügbaren Krediten im Privatsektor wie auch im Unternehmensbereich und hinderte so Geschäftsmöglichkeiten.
Daher wird sich die Wirtschaft in den kommenden Jahren nur langsam entwickeln. Auch die Arbeitslosigkeit wird auf historisch hohem Level bleiben und die Anzahl von Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten steigen.
Geschrieben von: Katharina Bach
01. September 2010
Tags: Länderrating, Spanien
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• Von Januar bis Juli 2010 gingen 3531 im Handelsregister eingetragene Firmen in Konkurs. Dies ist eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
• Die Firmenkonkurse aufgrund Insolvenz stiegen um 11 Prozent auf 2536 Fälle. Die Insolvenzen verursachten somit 73 Prozent aller Konkurse.
• Den größten Zuwachs der Insolvenzen gab es in den Kantonen Neuenburg und Schaffhausen.
• Weniger Insolvenzfälle als in der Vorjahresperiode wiesen die Kantone Solothurn, Thurgau, Obwalden, Waadt und Zug auf.
• In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden 22241 Firmen neu ins Handelsregister eingetragen, was eine Steigerung von 8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet.
OR Artikel 731b: Konkurs durch Organisationsmangel
Am 1. Januar 2008 trat das Konkursverfahren ohne Konkurseröffnung (Schweizerisches Obligationenrecht Artikel 731b) in Kraft. Wenn ein notwendiges Organ einer Firma fehlt oder nicht rechtmäßig zusammengesetzt ist, kann ein Aktionär, ein Gläubiger oder der Handelsregisterführer beim Richter beantragen, dass die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden. Eine der möglichen Maßnahmen ist die Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs. Neben dem Konkurs durch Insolvenz ist somit auch ein Konkurs durch Organisationsmangel möglich. D&B Schweiz wertet die Konkurse nach beiden Ursachen aus. In der Gesamtübersicht (Tabelle „Gesamtübersicht Firmenkonkurse“) werden neben den Gesamtzahlen auch die Insolvenzen und die Fälle nach OR 731b ausgewiesen. Weiterlesen »
Geschrieben von: Christian Wanner
31. August 2010
Tags: Firmenkonkurs, Insolvenz, Schweiz
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Webseminar: Schuldenkrise in der Eurozone – Identifizieren, bewerten und vermeiden Ihres Risikos
Mittwoch, 8. September 11.00 Uhr, Vortragssprache: Englisch
Zu Beginn des Jahres, als sich die Weltwirtschaft langsam von einer der tiefsten Rezessionen in der Geschichte erholte, erlebten die europäischen Märkte heftige Turbulenzen. Einige Länder der Eurozone hatten mit der Finanzierung ihres großen Haushaltsdefizits und ihrer zunehmenden Last öffentlicher Schulden schwer zu kämpfen. Aber wie wird sich diese Krise auf Ihr Geschäft auswirken, und wie können Sie die dadurch entstandenen Risiken identifizieren, bewerten und vermeiden?
Wir möchten Sie am Mittwoch, dem 8. September, zu einem KOSTENLOSEN Webseminar einladen. Referent Martin Köhring (ebenfalls Autor bei risiken-weltweit.de) wird sich mit der gegenwärtigen Schuldenkrise in Europa befassen. Bei diesem Webseminar erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie Auslandsgeschäfte tätigen. Zudem wird Ihnen Martin Köhring Empfehlungen zum Umgang der damit verbundenen Risiken geben. Im Anschluss an den Vortrag steht Ihnen der Experte zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.
Während des Webseminars wird Martin Köhring:
- Ihnen einen kurzen Überblick über die gegenwärtige Lage in Europa verschaffen, wobei er anfällige Länder heraushebt.
- die Ansteckungsgefahr für andere europäische Länder, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, behandeln.
- Ihnen aus der Praxis Empfehlungen zum Risikomanagement in diesen unbeständigen Zeiten an die Hand geben.
- Zukunftsprognosen für die jeweiligen Regionen abgeben.
Wenn Ihr Unternehmen in der Eurozone, bzw. in Europa, Handel treibt oder wenn Sie beabsichtigen, in diesen Märkten zu investieren, dann kommen Sie zu uns. Finden Sie heraus, wie Ihre Risikostufe zu bewerten ist und wie sich Ihr Kreditrisiko effektiv mindern lässt.
Zielgruppe
Unternehmen, die bereits im europaweiten Handel tätig sind oder beabsichtigen, in diesen Markt zu expandieren.
Anmeldung
Zur Teilnahme am Webseminar über die Schuldenkrise in der Eurozone melden Sie sich bitte hier an.
Referent:
Martin Köhring, Betriebs- und Volkswirt, Länderrisiko-Experte für die Eurozone bei D&B und Autor im Blog www.risiken-weltweit.de
Geschrieben von: Katharina Bach
26. August 2010
Tags: Euro, Schuldenkrise, Webseminar
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Klicken Sie auf die Links und erhalten Sie detaillierte Informationen zu den jeweiligen Ländern.
Argentinien: Die Prognosen der Wirtschaft verbessern sich. Die Regierung hat erfolgreich einen “sovereign debt swap” abgeschlossen.
Brasilien: Die schnell wachsende Wirtschaft und das sich verbessernde Handelsumfeld schaffen beachtliche Geschäftsmöglichkeiten.
Spanien: D&B stuft das Länderrating Spaniens aufgrund des schwachen gesamtwirtschaftlichen Ausblicks und politischen Unsicherheiten herab.
Geschrieben von: Alexander Congia
25. August 2010
Tags: Argentinien, Brasilien, Spanien, Wirtschaft
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Das D&B Country Risk Team hat eine Spezial zur Schuldenkrise im Euroland und damit verbundenen Gefahren für Zentral- und Osteuropa zusammengestellt. Darin werden neuste Einblicke und Hintergründe zur Schuldenkrise und deren Auswirkungen analysiert.
Durch die vernetzten Beschaffungsketten in Europa leiden zentral- und osteuropäische Länder ebenfalls unter der Eurokrise. Einige von ihnen sind ähnlichen Problemen wie Griechenland ausgesetzt: schwache Wettbewerbsfähigkeit im Export, steigende Arbeitslosigkeit und hohe Schuldenlast. Besonders Ungarn, Lettland und Rumänien gehören zu Ländern mit einem hohen Risiko.
D&B Experten raten Unternehmer dazu, wachsam im Handel mit risikobelasteten Länder zu sein. Besonders sollten sie auf Zahlungsmoral und Wechselkurse achten. Welche Risiken daraus entstehen und was die Folgen für Ihre Geschäftstätigkeit sind, erfahren Sie im Special Paper: Euro Debt Crisis Contagion in Central and Eastern Europe (in Englisch)
http://web.dbgermany.com/data/Euro_Debt_Crisis_Contagion_in_Central_and_Eastern_Europe.pdf
Geschrieben von: Katharina Bach
19. August 2010
Tags: Lettland, Rumänien, Schuldenkrise, Special Paper, Ungarn
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Risiko im Überblick
- China könnte Anfang der 2020er Jahre die größte Wirtschaft der Welt werden.
- Chinas Marktmacht gestaltet den internationalen Handel neu. Das Land hat damit in den kommenden Jahren großen Einfluss, welche Wirtschaften wachsen bzw. stagnieren werden. (Aktuell Spiegel Online vom 9.8.10: China wichtigster Lieferant Deutschlands)
- China wird zukünftig mehr Rohstoffe importieren müssen, um der Binnennachfrage gerecht zu werden. Jedoch kann diese Nachfrage schwanken. Das ist bedingt durch sich plötzliche ändernde politische Entscheidungen und spezifische Faktoren in der chinesischen Wirtschaft.
- Der Arbeitsmarkt in China durchläuft aktuell einen strukturellen Wandel. Dadurch entstehen Risiken für Streiks, da Arbeiter stärkere Verhandlungsmöglichkeiten mit Firmen haben und suchen.
- Wirtschaftsinformationen zur chinesischen Wirtschaft und ihren globalen Verbindung sind äußerst wichtig für Unternehmen mit einer internationalen Präsenz.
Empfehlungen
Wissen über chinesische Wirtschaftstrends ist entscheidend für Unternehmen
Chinas Rolle als Motor der globalen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren weiter verstärkt. International agierende Firmen verfolgen wie der US-Markt, als Leitwirtschaft, die Entwicklung von Weltwirtschaft, Kreditrisiken und Warenwirtschaft beeinflusst. Genauso müssen diese Unternehmen künftig die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und deren Einfluss auf die Weltwirtschaft beachten.
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Geschrieben von: Katharina Bach
13. August 2010
Tags: BIP, China, Deutschland, Export, Investition, Japan, Konsumgüter, Korea, Länderrisiko, Rohstoffe, Taiwan, USA, Wachstum, Welthandel, Wirtschaftstrend
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Zahlungsmoral im 2. Quartal 2010 besser als vor der Krise
- 82,3 Prozent der deutschen Unternehmen zahlten im 2. Quartal 2010 ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß
- Durchschnittlicher Zahlungsverzug bei 9,4 Tagen
Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen verbesserte sich auch im 2. Quartal 2010 deutlich. Laut einer Studie von D&B Deutschland erreichte die Zahlungsmoral mit 82,3 Prozent vereinbarungsgemäß zahlender Firmen einen höheren Wert als vor der Krise. Damit stieg der Anteil der pünktlich zahlenden Unternehmen im Vergleich zum 1. Quartal um 1,6 Prozentpunkte und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,9 Prozentpunkte. Die Konjunktur in Deutschland zieht an und das sieht man auch beim Zahlungsverhalten. Der Trend ist positiv und die Liquidität der Unternehmen scheint derzeit gesichert, auch wenn aktuell nur der Export die Konjunktur treibt.
Die vollständige Studie finden Sie hier.

Geschrieben von: Christian Wagenlechner
06. August 2010
Tags: Aufschwung, Konjunktur, Liquidität, Zahlungsmoral, Zahlungsverhalten in Deutschland
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Im April und Mai dieses Jahres befanden sich die europäischen Märkte in großem Aufruhr. Dies lag hauptsächlich daran, dass die PIIGS-Länder sich damit konfrontiert sahen, nur unter größten Schwierigkeiten ihre Budgetdefizite und Schuldenlasten zu finanzieren. Obwohl EU und IWF ein Rettungspaket von 750 Millionen Euro bereitstellten, um die akuten Probleme abzuschwächen, bestehen weiterhin kurz- und mittelfristige Risiken. Aktuell ist die größte Befürchtung, dass ähnliche Probleme sich auf die Regionen Zentral- und Osteuropa (CEE) übertragen. Dafür gibt es fünf wesentlichen Faktoren.
- In diesen Regionen haben die Regierungen nur beschränkte Möglichkeiten, um mittels Anleihen ihre finanziellen Defizite auszugleichen.
- Der Rückgang der Exportnachfrage aus der Euroregion könnte dazu führen, dass sich die Länder der CEE-Region nur langsam erholen.
- Weiterhin sind diese Länder einer hohen Belastung durch Fremdfinanzierung unterworfen.
- Hinzu kommt, dass die EU auf Grund der aktuellen Situation gerne höhere Auflagen für den Zutritt zur Eurogemeinschaft umsetzen möchte.
- Als letzter Punkt ist zu nennen, dass sich einige Länder aus der CEE-Region mit ähnlichen Herausforderungen bezüglich Staatsschulden konfrontiert sehen wie die PIIGS-Länder.
Geschrieben von: Diana Riedelbauch
04. August 2010
Tags: Euro, Osteuropa, PIIGS
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Klicken Sie auf die Links und erhalten Sie detaillierte Informationen zu den jeweiligen Ländern.
Kanada: Die Zentralbank erhöht den Basiszinssatz, da die Erholung der Wirtschaft stabil bleibt.
China: Die Änderung der Wechselkurspolitik ist ein wichtiges politisches und wirtschaftliches Zeichen.
Deutschland: Der Sog der Schuldenkrise in der Eurozone beeinträchtigt stark den Risiko-Prognose des Landes.
Geschrieben von: Alexander Congia
30. Juli 2010
Tags: China, Deutschland, Kanada, Schuldenkrise, Wechselkurs, Weltwirtschaft
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